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EN 343 Wetterschutzkleidung

 

Diese Wetterschutzkleidung schützt gegen das Einwirken von Niederschlag (Regen, Schnee), Nebel, Feuchtigkeit und Wind bei einer Umgebungskälte bis -5 °C und unterstütz den Thermoregulationsprozess des menschlichen Körpers. Dazu gehört eine möglichst hohe Wasserdampfdurchlässigkeit bei gleichzeitiger Winddichtheit. Hierfür werden hochwertige Materialien zum Einsatz gebracht, die zugleich atmungsaktiv und feuchtigkeitsundurchlässig sind.

 

Die Bekleidung wird in unseren Laboren auf Wasserdichte (X = 1, 2, 3) und atmungsaktive Eigenschaften (Y=1, 2, 3) getestet. Diese werden unterschieden wie folgt:

 

Klasse 3: Erfordert einen Dampfwiderstand von weniger als 20m² x Pa/W.
Klasse 2: Erfordert einen Dampfwiderstand zwischen 20 und 150 m² x Pa/W.
Klasse 1: Erfordert einen Dampfwiderstand von über 150 m² x Pa/W.

 


EN 470-1 Schutzkleidung für das Schweißen und verwandte Verfahren (allgemeine Anforderungen)

 

Die durch diese Norm spezifizierte Schutzbekleidung schützt den Träger vor Verbrennungen durch Kontakt mit Stichflammen (EN 532) und UV-Strahlung sowie vor geschmolzenen Metallspritzern/Schweißperlen (EN 348). Ebenso darf keine elektrisch leitende Verbindung zwischen Innen- und Außenseite bestehen (EN 1149).

 


EN 471 Warnkleidung

 

Die Norm regelt die Anforderungen an das reflektierende Material. Fluoreszierendes Gewebe und Reflexstreifen sorgen für effektive Sichtbarkeit. Das fluoreszierende Hintergrundmaterial wird in Kombination mit dem reflektierenden Material in 3 Klassen aufgeteilt, die sich in der Menge der Stofffläche unterscheiden.

 

Klasse 3: Total fluoreszierende Oberfläche mind. 0,8 m² und reflektierende Oberfläche mind. 0,2 m²
Klasse 2: Total fluoreszierende Oberfläche mind. 0,5 m² und reflektierende Oberfläche mind. 0,13 m²
Klasse 1: Total fluoreszierende Oberfläche mind. 0,14 m² und reflektierende Oberfläche mind. 0,1 m²

 


EN 531 Schutzkleidung für hitzeexponierte Industriearbeiter

 

Personen, die während der Ausführung ihrer Tätigkeiten Hitze ausgesetzt werden, müssen Schutzbekleidung tragen, die den Anforderungen dieser Norm gerecht werden. Dabei muss das Material der Bekleidung bzw. die Materialkombination gegen mindestens eine Form von Hitze schützen: Konvektionshitze (B) (Level B1-B5) gemäß EN 367, Strahlungshitze (C) (Level C1-C4) gemäß EN 366, flüssige Aluminiumspritzer (D) oder flüssige Eisenspritzer (E) gemäß EN 373.

 


EN 533 Schutz gegen Hitze und Flammen

 

Diese Europäische Norm legt Leistungsanforderungen für die begrenzte Flammenausbreitung von Materialien fest, die für die Schutzkleidung verwendet werden. Materialien und Materialkombinationen werden gemäß einem Index für begrenzte Flammenausbreitung (X) vor und nach einem Standardwaschvorgang (Y=Anzahl der Waschvorgänge) klassifiziert. Der Index 1 bis 3 ergibt sich durch: X/Y

 

Index 1: Bei diesem Material tritt keine Flammausbreitung auf, Lochbildung kann beim Flammenkontakt auftreten.
Index 2: Bei diesem Material tritt keine Flammausbreitung auf, Lochbildung tritt beim Flammenkontakt nicht auf.
Index 3: Bei diesem Material tritt keine Flammausbreitung auf, Lochbildung tritt beim Flammenkontakt nicht auf, es tritt nur ein begrenztes Nachbrennen auf.

 


EN 1149 Elektrostatische Eigenschaften

 

Diese europäische Norm legt für elektrostatisch ableitfähige Schutzbekleidung die Anforderungen zur Vermeidung von zündfähigen Entladungen und die entsprechenden Prüfverfahren fest. Antistatische Schutzbekleidung ist dann erforderlich, wenn der Arbeitnehmer einer Umgebung ausgesetzt ist, in der Funken Explosionen oder Brand auslösen könnten (z. B. Tankstellen, Tanklasterfahrer, Mühlen, Reinräume usw.)

 

EN 1149-1 wird zum Messen des Oberflächenwiderstands von gewebten oder gestrickten Stoffen mit erdungsfähigen Metallfasern angewandt. EN 1149-2 spezifiziert ein Prüfverfahren für die Messung des elektrischen Widerstands durch Materialien, die für Schutzkleidung verwendet werden (Durchgangswiderstand). Diese europäische Norm gilt nicht für die Spezifikation von Schutz vor Netzspannungen. ENV 1149-3 spezifiziert die Prüfverfahren für die Messung der Ableitung bzw. der Abschirmung elektrostatischer Ladungen auf der Oberfläche von Materialien, die für Schutzkleidung verwendet werden. Diese Norm wird für oberflächenleitende oder kernleitende Fasern, d.h. Fasern ohne Erdung, verwendet.

 


ENV 50354 Schutz gegen Störlichtbögen

 

Diese Norm spezifiziert die Prüfverfahren für die Schutzbekleidung und Materialien, die einer Störlichtbogengefährdung ausgesetzt sind. Das Tragen diesbezüglich geprüfter Schutzkleidung verhindert weitergehende Verletzungen durch elektrische Störlichtbögen, da sie nicht entflammt und nicht auf der Haut schmilzt. Der durch die Kleidung gebotene Schutz wird wie folgt klassifiziert:
Klasse 1: 4kA
Klasse 2: 7kA

 

Risiken, die von vereinzelt auftretenden elektrischen Störlichtbögen ausgehen können, sind: hohe Temperatur, Druckwelle, Verdampfung und Spritzer von heißem und geschmolzenem Metall, Hitzestrahlung, Lärm, UV-Strahlung, heißes Öl oder Folgen eines physischen und mentalen Schocks.

 


EN 100 015-1 Schutz von elektrostatisch gefährdeten Bauelementen (ESDS)

 

Diese Norm legt die allgemeinen Anforderungen für den Schutz von elektrostatisch gefährdeten Bauelementen (EGB) vor elektrostatischer Entladung und elektrostatischen Feldern fest. Sie bezieht sich nur auf elektronische Bauelemente und Baugruppen.



 

 

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